Heiden fällt mit seinen hellen, klassizistischen Häusern und den geradlinig angelegten Strassen auf. Das einheitliche Ortsbild entstand nach dem Dorfbrand von 1838, bei dem grosse Teile des Dorfes zerstört wurden. Beim Wiederaufbau orientierte man sich am Biedermeierstil, der Heiden bis heute prägt. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Dorf dank seiner Höhenlage und der Aussicht auf den Bodensee zu einem bekannten Kurort. Gäste aus verschiedenen Ländern reisten an, um hier Erholung zu finden.
Eng mit Heiden verbunden ist Henry Dunant, der Gründer des Roten Kreuzes und erste Friedensnobelpreisträger. Er verbrachte seine letzten 18 Lebensjahre im Dorf. Das Museum Henry Dunant widmet sich seinem Leben und Wirken. Auch das Museum Heiden gibt Einblicke in die Geschichte des Ortes und seiner Umgebung.
Besonders eindrücklich ist die Aussicht vom Kirchturm. Nach 157 Treppenstufen öffnet sich der Blick über den Bodensee und die umliegende Hügellandschaft. Wer lieber zu Fuss unterwegs ist, kann auf dem Panoramaweg vom Dorfzentrum zum Waldpark spazieren oder auf dem Witzweg in Richtung Walzenhausen wandern. Eine weitere Besonderheit ist die Zahnradbahn, die Heiden mit Rorschach am Bodensee verbindet. So treffen in Heiden ein gut erhaltenes Biedermeier-Ortsbild, eine bedeutende Kurgeschichte und zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten aufeinander.