Typisches

Backen, Biber

Das Appenzellerland hat kulinarisch einiges zu bieten. Von würzigem Käse und traditionellen Backwaren bis zu regional gebrautem Bier und weiteren Getränkespezialitäten gibt es viel zu entdecken und zu probieren. Viele der Spezialitäten werden nach bewährten Rezepturen und mit regionalen Zutaten hergestellt.

Die prachtvollen Frauentrachten vereinen eine Vielzahl verschiedener Kunsthandwerke in sich. Für das «Stöffige» sind Bernadette Nef-Hörler und ihre Tochter Patricia Schmid-Nef die Fachfrauen. Sie ändern ab, nähen Einzelteile neu und bessern schadhafte Stellen aus, damit die Frauen wieder voller Stolz «s schönscht Hääss» tragen können.

Vorausgesetzt ist neben Präzision vor allem eines: Engelsgeduld. Gerade für das Plissieren des sogenannten «Fäältlirocks» ist Ausdauer unabdingbar. «Einen Fäältlirock plissieren ist ein ziemlicher Kraftakt», so die einzige Innerrhoderin, die noch Fäältliröcke herstellt. Ein Glück, dass sich Bernadette Nef-Hörlers Tochter sukzessive in die Trachtenschneiderei einweihen lässt, und das mit guten Aussichten. «Die Nachfrage nach Trachten ist in den letzten Jahren gestiegen. Viele Mädchen und Frauen tragen das festliche Kleid wieder mit Stolz», erzählt sie. Während die prunkvolle Festtagstracht mit der grossen Haube nur zu kirchlichen Anlässen getragen wird, ist die Werktagstracht alltagstauglicher. «So lassen sich bei uns Volksmusikantinnen oder Frauen, die in der Tracht arbeiten, Trachten anfertigen», beschreibt Bernadette Nef-Hörler ihre Klientel.

Die Kundinnen kommen auch mit geerbten Stücken vorbei. «Ich prüfe, was noch brauchbar ist und was abgeändert oder repariert werden muss. Danach nehme ich Mass und fertige die Schnittmuster an.» Häufig muss Bernadette Nef-Hörler die Länge des Rocks oder des Mieders abändern oder diese neu nähen. «Selbst die Appenzellerinnen werden heute halt meistens grösser als ihre Grossmütter», schmunzeln Mutter und Tochter.